CID RIM LIVE (A) | BLYPKEN (RO)

ARGEkultur, Studio | Eintritt: EUR 14/12 | Tickets: argekultur.at
Support : APNOA (A/D) „simas “, Robert B. LiseK (PL) „SIBYL“.

Im Herbst 2017 veröffentlichte Cid Rim (LuckyMe, Affine Records) sein lang erwartetes Debütalbum „Material“, zudem hat er in den letzten Monaten eine neue Live-Show entwickelt. Dabei wird er von einem brandneuen LED-Lichtkonzept von Visual Artist Clemens Haas umgeben. Verstärkung erhält der Meister der Intensität u. a. vom Wunderkind des „neurowave“ Blypken. „Ein elektronisches Musikerzeugnis, das zwischen Glitches und Beats die Avantgarde der Schaltkreise und Netzwerkkabel schon fast mehrdimensional neu definiert.“ (ARTNOIR Musik Magazin)

Bekannt als umjubelter Jazz Drummer und Multi-Instrumentalist agiert der Wiener Producer Cid Rim zwischen progressivem Jazz und unorthodoxen elektronischen Konzepten und setzt dabei neue Maßstäbe. Mit seinen Kindheitsfreunden Dorian Concept und The Clonious hat Cid Rim über Jahre hinweg im gegenseitigen Austausch seine Producerskills geschärft und ist als enthusiastischer Sample-Digger weit in HipHop und Funk aber auch abstrakte Electronica Felder vorgestoßen. Heute kreiert Cid Rim originäre und zeitgenössische Dance Music Hybride aus raffiniert programmierten Beats, deepen Akkorden und analogen Drum-Patterns. Sein Debüt feierte Cid Rim im Jahre 2010 mit der „Full Nelson EP“ auf Affine Records, daraufhin folgte ein Signing beim renommierten britischen Label LuckyMe, wo er 2012 das vielbeachtete und selbstbetitelte Micro Album „CID RIM“ veröffentlichte. Gleich im Jahr darauf schoss er die EP „Mute City“ nach und 2015 setzte er mit seinem „Charge/Kano“ Release auf seinem „Hometown Label“ Affine zu einem neuen Höhenflug an. Seit geraumer Zeit tritt Cid Rim auch verstärkt als Remixer und Kollaborateur in Erscheinung. Er produzierte für und mit Okmalumkoolkat, Theophilus London oder Spoek Mathambo. Seine Remixes für CHVRCHES, Mikky Ekko oder Sky Ferreira werden von BBC Radio Hosts wie Gilles Peterson oder Benji B gespielt und von Musikfans weltweit abgefeiert. 2017 erschien endlich sein vielgefeiertes und von der Kritik hochgelobtes Debütalbum „Material“.

Avantgarde elektronischer Tanzmusik des 21. Jahrhunderts.“ (Volume)

Grelle Euphorie […] Meister von Spannung und Intensität. […] Vor allem, wenn der Schlagzeugvirtuose die Beats live einspielt – mit berauschenden Ergebnissen.“ (Die Presse, Holger Fleischmann, 30.10.2017)

www.facebook.com/cidrim
soundcloud.com/cidrim

VIDEOS:

BLYPKEN ist ein experimentelles Electronica Projekt, das 2017 vom rumänischen Produzenten George D. Stanciulescu gegründet wurde. Sein Live-Set basiert auf seinem Konzept des „neurowave“, ein Stil, den George Stanciulescu selbst kreiert hat und der vom unterbrechenden Verflechten von akustischen (und visuellen) Narrativen lebt. In gewisser Hinsicht bietet er postmoderne, kaleidoskopische Wege an, Kunst zu verstehen, jedoch wird man mit dem Paradigma der digitalen Technologien und der daraus resultierenden, hybriden Mensch-Maschinen-Ästhetik konfrontiert, was die Wahrnehmung destabilisiert und verändert. „The Fetishamanic Maze", sein audiovisuelles Debüt, hatte im Mai Live-Premiere im Radion Amsterdam und das Debütalbum „0102“ wurde vom schwedischen Label The Sublunar Society im August 2017 veröffentlicht. Darauf folgten einige AV-Shows in der internationalen Kunstszene, mit visueller Unterstützung von Video-Künstler Andrei Cozlac, unter anderem in den New River Studios in London, beim Sonic Dreams Festival (Irland), Spektrum Berlin, AU Vienna und Mutuo Barcelona, was herausragende ZuschauerInnenreaktionen brachte und die KritikerInnen begeisterte.

"BLYPKEN morphs 'Transfigure' into musical mastery" (Tiny Mix Tapes)

"Being unique and exploratory are two essentials the world forgets to teach us. We come to it on our own. For George Stanciulescu, the application he defines music in BLYPKEN is a calling." (The Playground, London)

www.blypken.com
www.facebook.com/blypkenoise

APNOA „simas“
Es gab keinen Zweifel, dass sich die Straße langsam erhob, die Silhouette des Horizonts schien viel höher im Himmel zu stehen. Die Straße begann sich zu winden, und plötzlich bemerkte er große Steine rechts und links von ihm. Bald war nur noch ein schmaler Streifen vom Himmel zu sehen, und die Dunkelheit wurde, falls das möglich war, noch intensiver. (Arthur C. Clarke, A Walk in the Dark)

„simas ist eine immersive, 35-45 minütige audiovisuelle Performance. Sie basiert erheblich auf der Science Fiction Kurzgeschichte „A Walk in the Dark“ von Arthur C. Clarke und Abwandlungen davon. Starke, erzeugte und veränderte Töne werden in Echtzeit komponiert, arrangiert und manipuliert, um ein Erlebnis zu schaffen, von den Künstlern als „psychosonic“ beschrieben, von dem es schwer fällt, sich loszureißen. Töne und visuelle Inhalte verweisen auf humanoide und technologische Artefakte des letzten und aktuellen Jahrhunderts, jedoch ermöglichen sie es den ZuseherInnen ihre eigene Fantasie darauf zu projizieren. Geräusch-Algorithmen werden als goldener Schnitt des digitalen Zeitalters verstanden. Das Visuelle ist stark mit dem Auditiven, und umgekehrt, durch technologische und metaphorische Zusammenhänge verbunden. Das Ziel ist es, ein audiovisuelles Umfeld zu schaffen, in dem Sinneseindrücke, Gefühle, Gedanken und Intuition eine Wahrnehmungseinheit bilden. Die immersive Art der Performance kommt am Besten in einer professionellen Umgebung mit mehreren Bildschirmen und einem geeigneten Soundsystem zur Geltung. „simas spielt mit dem Konzept der Dromologie (Virilio); und noch spezifischer beschäftigt sie sich mit dem „field effect“, der durch Perspektiven auf Telekommunikation in Echtzeit geschaffen wird. Die Konsequenz dieses Effekts ist die Zerstörung des Zeit-Kontinuums. „Teleaction“ übernimmt als Wahrnehmungskategorie der digitalen Welt. Zeit wird auf die Gegenwart komprimiert, ähnlich wie eine Art schwarzes Loch, das die Zukunft oder die Vergangenheit nicht zulässt. Digitale Veränderungen an aus der Zeit entnommenen medialen Artefakten bilden eine Telepräsenz.

„Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – diese alte, dreiteilige Gliederung des Zeit-Kontinuums – tritt den Vorrang der Unmittelbarkeit einer Telepräsenz ab, was einer neuen Art von Erleichterung gleicht. Es ist keine Erleichterung vom Materiellen, sondern vom Ereignis, bei dem die vierte Dimension (der Zeit) plötzlich für die Dritte ersetzt wird: das materielle Volumen verliert seinen geometrischen Wert als 'effective presence' und lässt dem audiovisuellen Volumen den Vortritt, dessen selbstverständliche Telepräsenz mühelos gegen die Art des Sachverhalts gewinnt.“ (Paul Virilio, The Information Bomb)

Tobias Feldmeier // video production. creative coding. stage design
Sebastian Drack // computer music. electronics.

www.apnoa.com
www.vimeo.com/apnoa
www.facebook.com/apnoa

Robert B. Lisek „SIBYL”
Durch Interaktionen mit einer autonomen Künstlichen Intelligenz, schafft und testet das Projekt neue Methoden Geschichten und neue Arten audiovisueller Performance zu produzieren. SIBYL ist eine Künstliche Intelligenz, die neue Geschichten und Töne hervorbringt. Sie wurde mit Techniken des Komponierens nach Pynchon, Burroughs und Gibson trainiert. SIBYL wird als Performance präsentiert, die ein rückgekoppeltes neurales Netzwerk, analogen Sound und Video Synthesizer nützt.

fundamental.art.pl